Anker setzen – Halt finden

…ODER WAS KASTANIEN MIT INNERER GELASSENHEIT ZU TUN HABEN

„Ich spüre so eine Unruhe in mir, dass ich gar nicht mehr zu mir komme.“

„Mich beschäftigt die Unsicherheit – wie geht es weiter, ich denke dauernd, ich muss was tun und weiß nicht was.“

„Ich wünsche mir, dass alles wieder so ist, wie es mal war.“

„Mir fehlen meine Kollegen so. Ich fühle mich einsam im Homeoffice.“

Solche Aussagen höre ich im Moment oft von Seminarteilnehmern. Und die Menschen merken in den Kursen dann, dass sie nicht alleine damit sind – dass es anderen genau so geht.

 

Was beschäftigt dich im Moment? Sind es ähnliche oder andere Fragen?

Veränderungen, Unsicherheiten, gewohnte Wege verlassen – das alles ist eine Einladung für unser stresserfahrenes Gehirn. Gefahr – die Amygdala, unsere Alarmglocke schlägt an und der Körper bereitet sich auf die ihm bekannten Muster vor: Angriff, Flucht oder Erstarren.  Durch die tägliche und sehr unterschiedliche Berichterstattung zur aktuellen Situation taucht dazu die Frage auf: Was ist die Wahrheit? Was stimmt wirklich? Und wem oder was soll oder will ich jetzt glauben? Das kann das Gefühl auslösen, den Halt zu verlieren. 

 

3 MÖGLICHKEITEN, WIE DU IM ALLTAG ANKER SETZEN KANNST 

 

Anker im Leben finden 

Wer oder was gibt dir Halt im Leben? Das können bestimmte Menschen sein, Tiere, Orte, Erlebnisse, Hobbies, Meditation…

Nimm dir die Zeit und notiere dir auf eine Karte 3 – 5 Anker. Vielleicht magst du sie noch hübsch bemalen. Stelle sie dann an einen Ort, wo du sie gut vor Augen hast. Und dann integriere sie in dein Leben indem du dir die Frage stellst: „Welcher Anker kann mich gerade jetzt unterstützen?“ 

 

 

 

Eine kleine Kastanienübung

Wenn du gedanklich überall und nirgends bist – diese Übung lässt dich wieder im Moment landen.

Suche dir 3 Kastanien. Nimm die erste in die Hand und beginne, sie zu betrachten. Was siehst du? Welche Farben, Form? Vielleicht gibt es Erhebungen, Furchen… Schließe dann die Augen und erkunde die Kastanie mit deinen Händen. Wie fühlt sie sich an? Warm oder kalt? Glatt oder uneben? Hat sie vielleicht Einkerbungen? Benenne das, was du spürst innerlich. Mache dann das gleiche mit der 2. und der 3. Kastanie.

Und? Wo warst du mit deinen Gedanken während der Übung? Hatten sie eine Chance, „abzuhauen“ oder war die Kastanie ein Anker für diesen Moment?

 

Aaaaaatmen

Diesen Anker haben wir immer bei uns. Von der ersten Sekunde unseres Lebens bis zur letzten. Wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf unseren Atem lenken, bemerken, wie er gerade fließt, ist das ein natürlicher und kostbarer Anker für genau diesen Moment. Selbst in schwierigen Kommunikationssituationen, in denen wir das Gefühl haben, uns selbst zu verlieren, unterstützt er uns, uns wieder zu sammeln und uns mit Energie zu versorgen.

 

 

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